Homeoffice ist technisch schnell eingerichtet: Notebook mitnehmen, WLAN verbinden und losarbeiten. Genau diese einfache Sichtweise sorgt aber oft dafür, dass Sicherheitsfragen erst später auffallen.
Wer von zu Hause auf Unternehmensdaten zugreift, sollte den Arbeitsplatz deshalb genauso ernst nehmen wie einen Arbeitsplatz im Büro.
1. Firmen- und Privatgeräte möglichst trennen
Geschäftliche Daten gehören nach Möglichkeit auf ein dafür vorgesehenes Gerät. Ein Firmen-Notebook, das zentral verwaltet und aktualisiert wird, ist deutlich besser kontrollierbar als der private Familien-PC.
2. VPN statt offener Fernzugriffe
Für Zugriffe auf interne Unternehmenssysteme ist eine VPN-Verbindung in vielen Fällen der sinnvollste Weg. Sie stellt eine verschlüsselte Verbindung zum Firmennetz her.
3. Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
E-Mail, Cloud-Speicher, VPN und andere wichtige Dienste sollten nicht nur mit Benutzername und Passwort geschützt sein.
4. Updates nicht wochenlang verschieben
Notebook, Browser, Office-Programme und Sicherheitssoftware sollten aktuell gehalten werden. Gerade Geräte, die selten im Firmennetz stehen, fallen bei zentralen Wartungsroutinen sonst schnell durchs Raster.
5. Heimisches WLAN absichern
Auch der Router zu Hause gehört zur Sicherheitskette. Ein aktuelles Gerät, ein vernünftiges WLAN-Passwort und regelmäßige Firmware-Updates sollten selbstverständlich sein.
6. Bildschirm und Dokumente nicht vergessen
IT-Sicherheit besteht nicht nur aus Firewalls und Passwörtern. Vertrauliche Informationen sollten auch zu Hause nicht offen herumliegen oder für Besucher sichtbar auf dem Bildschirm stehen.
7. Daten nicht wahllos lokal speichern
Wenn Unternehmensdaten ausschließlich auf dem Notebook liegen, können sie bei einem Defekt oder Diebstahl verloren sein. Besser ist eine zentrale, abgesicherte Ablage mit einem funktionierenden Backup.
Homeoffice sollte Teil der normalen IT sein
Der häufigste Fehler ist, Homeoffice als Sonderlösung zu behandeln. Technisch sollte ein mobiler Arbeitsplatz möglichst genauso verwaltet und geschützt werden wie ein Gerät im Büro.
